Stolpersteinverlegung in Windeck
Mit der Verlegung zweier weiterer Stolpersteine in Herchen und Obernau wurde am 16. Oktober an Menschen erinnert, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. Für die CDU Windeck ist dieses Gedenken zugleich eine Mahnung, auch heute entschieden für unsere Demokratie und gegen Rechtsextremismus einzutreten.
Ein Stein gegen das Vergessen. Einer der beiden neu verlegten Stolpersteine in Windeck erinnert an ein Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und mahnt, die Erinnerung wachzuhalten.Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger begleiteten den Künstler Gunter Demnig bei der Verlegung der beiden neuen Stolpersteine. Besonders groß war die Beteiligung in Herchen, wo auch viele Schülerinnen und Schüler des Bodelschwingh-Gymnasiums anwesend waren. Zeitweise musste die Siegtalstraße durch die Polizei gesperrt werden, weil sich so viele Menschen versammelt hatten. Auch Vertreter der CDU Windeck nahmen an der Gedenkveranstaltung teil, um gemeinsam mit den Anwesenden der Opfer zu gedenken und die wichtige Erinnerungsarbeit zu unterstützen.
Die beiden neuen Stolpersteine erinnern an Maria Schumacher, die aus politischen Gründen verfolgt und im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert wurde, sowie an Baptist Wilhelm Schmidt, der den nationalsozialistischen Patientenmorden zum Opfer fiel und eine Frau und zwei Kinder hinterließ.
Ihre Schicksale führen uns vor Augen, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht irgendwo weit entfernt geschahen. Sie trafen Menschen mitten aus unserer Gemeinde, aus unserer Nachbarschaft. Menschen, deren Leben durch eine menschenverachtende Ideologie zerstört oder für immer gezeichnet wurde.
Doch Erinnerung darf sich nicht allein auf den Blick in die Vergangenheit beschränken. Die Stolpersteine sollen uns auch dafür sensibilisieren, wohin Ausgrenzung, Hass und die Missachtung der Menschenwürde führen können. Gerade angesichts rechtsextremer Tendenzen in unserer Gesellschaft ist diese Mahnung von besonderer Bedeutung.
Wenn heute wieder Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihrer Lebensweise ausgegrenzt werden, wenn demokratische Institutionen verächtlich gemacht oder die Verbrechen des Nationalsozialismus relativiert werden, darf das nicht unwidersprochen bleiben.
Für uns als CDU Windeck ist deshalb klar: Christdemokratische Werte und rechtsextremes Gedankengut sind unvereinbar. Unsere Politik gründet auf dem christlichen Menschenbild, der unveräußerlichen Würde jedes Einzelnen und dem Bekenntnis zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wer diese Grundwerte infrage stellt, muss mit unserem entschiedenen Widerspruch rechnen.
Demokratie, Freiheit und Menschenwürde sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie leben davon, dass Menschen für sie eintreten, Verantwortung übernehmen und auch dann Haltung zeigen, wenn es unbequem wird. Das gilt für die Politik ebenso wie für jeden Einzelnen von uns.
Umso wichtiger ist es, dass sich auch junge Menschen mit den Schicksalen der Opfer auseinandersetzen. Die große Beteiligung der Schülerinnen und Schüler in Herchen ist daher ein ermutigendes Zeichen. Denn mit dem Verschwinden der letzten Zeitzeugen wächst unsere gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung wachzuhalten und die richtigen Lehren daraus zu ziehen.
Unser besonderer Dank gilt dem Windecker Zeitzeugenforum, dem Stolpersteinteam der AWO, insbesondere Anne Röhrig und Richard Suhre, dem Künstler Gunter Demnig sowie allen, die diese wichtige Erinnerungsarbeit unterstützen.
Erinnerung ist nicht nur ein Blick zurück. Sie ist auch ein Auftrag an uns alle, wie wir heute und in Zukunft miteinander umgehen.
Für die CDU Windeck bedeutet das, unsere demokratischen Werte nicht nur zu bekennen, sondern sie auch entschieden zu verteidigen.
#unserWindeck